Recht: Die Angabe von Aktionslaufzeit und Datum an Sonderpreisen

Gepostet am November 29, 2012

Dies ist ein ganz spezielles Thema, das oft zur Abmahnung führt und was in vielen Shops einfach falsch durchgeführt wird. Grundsätzlich soll der Verbraucher im Internet geschützt werden und so ist auch das Internetrecht ausgelegt.

Dauer Sonderpreise

Es ist in vielen Shops die Regel, das es auf bestimmte Artikel immer Sonderpreise gibt. Somit wird der Sonderpreis zum normalen Preis. Rechtlich kann es zu einer Abmahnung führen, wenn Sie immer einen Sonderpreis angeben ohne diesen für den Kunden ersichtlich als Aktion mit zeitlicher Begrenzung zu markieren. Somit sind Sie gezwungen bei Sonderpreisen immer ein Enddatum anzugeben oder irgendwie zu verdeutlichen, wieso ein Artikel einen Sonderpreis erhalten hat.

Sonderpreise für Abverkauf-Artikel

In diesem Falle können Sie kein Enddatum festlegen, da Sie nicht wissen, wann eine Ware abverkauft sein wird. Um ganz sicher zu gehen, sollte sich der Artikel in einer Kategorie „Abverkauf / Sale“ befinden. Weiterhin müssen Sie sicherstellen, das der Artikel nach Abverkauf auch wirklich verschwindet. Sollter dieser dann doch wieder regulär Verkauft werden, ist es zu empfehlen den Artikel komplett neu anzulegen und mit einer anderen Seriennummer zu versehen, wobei dieses Vorgehen auch negativ ausgelegt werden kann.

Sonderpreise zur Reduzierung von Artikeln

Oftmals wird ein Sonderpreis gesetzt, um ein Artikel zu reduzieren und dem Kunden dies zu verdeutlichen. Auch hierbei muss eine Laufzeit angegeben werden und der Aktionspreis, nach Aktionsende, wirklich als Normalpreis verwendet werden. Von größeren Elektronik-Ketten weiß man, das auf diese Art sehr viel getrickst wird und Preise oft vor der Reduzierung angehoben wurden.

Ständige Angebe von Sonderpreisen mit Angabe von UVP Preisen

Als ich meinen Anwalt nach „Marktpreisen“ fragte, schlug dieser die Hände über dem Kopf zusammen und sagte: „Was ist ein Marktpreis? Vergessen Sie das schnell wieder.“
Ich war der Ansicht, man könnte einen Preis, der unter dem kaufmännischen Marktpreis ist, anbieten und dann wär es grundlegend ein Sonderpreis, denn ich nicht mit einem Datum versehen müsste. Leider war mein Gedanke falsch, da es gar keinen Marktpreis gibt, welche festgelegt und nachvollziehbar ist. Es gibt einzig eine UVP, eine unverbindliche Preisempfehlung vom Hersteller. Wird diese über meinem Preis ausgegeben, also „UVP: 29,99 Euro“ und „nur 25,99 Euro“ als roter fetter Preis, wäre dies nicht anfechtbar, auch ohne Enddatum. Aber sollte man vermeiden das Wort „Sonderpreis oder Aktionspreis“ zu verwenden, da es sich im Grunde um keinen Sonderpreis handelt. Wichtig ist hier, das der UVP-Preis auch wirklich der UVP-Preis des Herstellers ist, wenn dieser den UVP-Preis ändert und auf Ihrer Seite falsch ausgewiesen ist, flattert eventuell eine Abmahnung ins Haus.

Fazit

Sonderpreise und Aktionen müssen immer mit einem Enddatum einer Aktion versehen werden oder man verwendet die Anzeige von „UVP Preisen“ und schreibt seinen Preis mit „nur #,## Euro“ daneben. Jedoch muss der UVP Preis aktuell sein und das Wort Sonderpreis und Aktionspreis gestrichen werden.

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